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Wie läuft die Herstellung einer Socke ab? Wir erklären es Schritt für Schritt

Die Herstellung einer Socke von der ersten Designidee bis zum fertigen Paar

Dieser Artikel führt dich in die Welt der Socken – von der Entwicklung eines Musters einer Socke über die verschiedenen Herstellungsarten bis zur Verpackung und zum Versand. Durchlebe mit uns den Lebenszyklus eines Sockenpaars bevor es zum ersten Mal auf deinen Fuß trifft!

Schritt 1: Von der Idee zur Entwicklung – vom Muster zur Socke

Socken von der Stange gibt es wie Sand am Meer. Daher ist es wichtig, sich eine Nische zu suchen und innerhalb dieser immer am Puls der Zeit zu bleiben. Hier kommt die sogenannte Musterei ins Spiel. In der Abteilung wird Marktforschung betrieben und Trends auf Herz und Nieren geprüft. Hier erblicken Ideen zu Herrensocken, Damensocken und Kindersocken das erste Mal das Licht der Welt – und zwar in Form von sogenannten Entwurfszeichnungen. Trifft eine Entwurfszeichnung den Geschmack der abteilungsinternen Entscheider, wird auf deren Grundlage eine technische Zeichnung entwickelt. Diese nennt sich im Fachjargon Patrone.

Der nächste Schritt widmet sich der Entwicklung des Designs der Socke. Denn jetzt wird mithilfe von Farbversuchen die richtige Farbe gefunden. Beim Prototyp kommt es durchaus vor, dass ein Strumpf in fünf bis zehn Kolorierungen produziert wird. Zudem vollziehen Arbeiterinnen und Arbeiter im Laufe der Fertigung ständig Tests an der Ware. Diese betreffen die Material-, Dämpf- und Färbebeschaffenheit der Strümpfe. Die Verkaufs- und Produktionsleiter entscheiden dann, was am besten in welcher Farbe in die neue Kollektion passt.

Erst danach erstellen Vertriebsmitarbeiter Preiskalkulationen und überlegen sich die nächsten Schritte zu Marke und Sortiment. Die Musterung vollzieht sich im Zyklus der Kollektionen: Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter. Außerhalb dieser Periode produziert der Hersteller Sonderkollektionen.

Schritt 2: Vorbereitung Garn - Der erste Schritt zur Spitzensocke

Bei industriell gefertigten Strümpfen bereiten Arbeiter und Arbeiterinnen das Garn erst für die Maschine vor. Verzichten sie darauf, passiert es leicht, dass das Garn, während es maschinell genutzt wird, reißt oder verrutscht. Dies führt zu langen Fertigungszeiten in der Fertigung und unvorhersehbaren Fehlern in der Endfertigung. Das Garn muss im Großen und Ganzen ein paar Qualitätskennzeichen erfüllen. Diese reichen von Sauberkeit über eine konstante Dicke bis zu Knotenfreiheit.

Die Geschmeidigkeit des Garns spielt ebenfalls eine große Rolle. Zudem gilt es zu vermeiden, dass das Garn sich vermehrt spannt, wenn es abgerollt wird. Danach spielt das Spulen eine gewichtige Rolle. Die sogenannten (meist konischen) Kreuzspulen setzten und bestücken Arbeiter und Arbeiterinnen in der Spulerei. Diese beiden Arbeitsschritte sind wichtig. Da wäre zum Beispiel die Spule selbst zu nennen: Arbeiterinnen und Arbeiter stellen sie so ein, dass das Garn konstant abgezogen wird. Außerdem ist immer eine Reserve zuzurechnen, damit genug Material da ist, um an die nächste Spule anzuknoten. Von dort aus läuft das Garn durch einen verstellbaren Schlitz. Wird bei der ersten Qualitätskontrolle etwas übersehen, entfernt die Engstelle die überstehenden Fasern jetzt.

Werden Strickmaschinen industriell genutzt ist es wichtig, dass die Produktion ständig in Betrieb ist. Daher gilt es, Materialfehler von Anfang an zu vermeiden. Nachdem das Garn bereinigt wurde, wird er mit Paraffin versiegelt. Das macht es geschmeidig. So flutscht es nur so durch die Maschine. Das ist die erste Voraussetzung für eine laufende Produktion.

Schritt 3: Das Stricken mit der Strickmaschine

Eine weitere Anforderung für funktionierende Maschinen ist die Programmierung derselben. Bevor die Geräte die Artikel produzieren, legt einer der Angestellten die Mustereinstellung für das Programm des Apparats fest. Die Einstellung der Maschine programmieren speziell ausgebildete Arbeiter und Arbeiterinnen. Dann gibt es eine Aufsichtsperson, eine Art Kontrollorgan, welche überprüft, ob Garn in der passenden Größe und Qualität eingespannt wurde. Im nächsten Schritt passiert das Stricken der Strümpfe. Sogenannte Stricker betreuen im Regelfall die Strickmaschinen. Diese sind dabei die letzte Kontrollinstanz vor der Fertigung.

Ein Stricker sorgt dafür, dass die Maschinen reibungslos laufen und dass die Qualität der Produkte konstant hoch bleibt. Dies testen Qualitätsprüfer durch die regelmäßige Entnahme von Proben. Ein zuvor festgelegtes Ruhe- und Dehnungsmaß darf dabei weder unter- noch überschreiten. Sind alle mit der Qualität der Socken zufrieden verarbeitet die Trennerin die Ware weiter. Ihre Arbeit ist neben allen anderen Tätigkeiten wohl die wichtigste. Denn im Fall der Trennerin ist Nomen gleich Omen. Sie trennen die Strümpfe voneinander. Eine Doppelzylindermaschine trennt Socken – im Gegensatz zu Einzylindermaschinen – während der Strickerei nicht. Daher geschieht dies nachträglich. Denn wenn die Strümpfe aus der Maschine kommen, sind sie mit dem sogenannten Trennfaden verbunden.

Die Aufgabe einer Trennerin ist es, den Trennfaden aus den Socken zu ziehen. Mit einem Handgriff erhält sie einzelne Strumpfrohlinge, die nur mehr an einer Stelle offen sind: der Spitze. Stell‘ dir nur einen Moment lang vor, es gäbe die Trennerin nicht. Ob dann jeder, der Socken trägt, paarweise zu laufen hätte? Aber genug der Spekulationen – weiter geht’s mit den Strümpfen. Im nächsten Schritt wenden Arbeiterinnen und Arbeiter die Socken und fassen sie in Elemente mit jeweils 50 Strümpfen zusammen. Die Pakete versehen sie mit einem Laufzettel, der alle wichtigen Informationen zur weiteren Produktion enthält.

Ein letztes Mal, bevor die Socken dann in die Veredelungsabteilung gelangen, wird die Ware auf Herz und Nieren geprüft. Per Hand wird jedes einzelne Stück über ein Bein aus Kunststoff gezogen, um Fehler zu vermeiden. Abschließend wird der Socken wieder nach rechts gewendet und es geht weiter im Takt.

Schritt 4: Das Handketteln stopft das letzte Loch im Strumpfrohling

Dank dieses Arbeitsschrittes besitzt du am Ende des Tages einen ganzen Socken und keinen Schweizer Käse, denn jetzt wird die offene Spitze der Strümpfe geschlossen. Dabei unterscheiden Kenner zwischen verschiedenen Qualitätsstufen je nach Verfahren. Folgende Qualitätsmerkmale weist eine solche Quernaht bei Strumpfrohlingen auf, wenn sie auf einer Doppelzylindermaschine hergestellt wurde: Die Naht des Strumpfrohlings ist flach und sieht gut aus. Sie besteht aus einer geraden Linie. Davon darf es nur eine entlang der Strickreihe geben. Jede einzelne Masche muss erfasst worden sein, da sonst Löcher entstehen könnten. Die Naht ist zudem dehnbar, ohne gleich zu reißen. Bitte achte immer darauf, wenn du Strümpfe kaufst, dass diese Naht sorgfältig vernäht ist. Ist sie das nicht, reibt sie immerfort an deinen Zehen.

Handketteln einfach erklärt

Vom Handketteln hast du möglicherweise schon einmal unter dem Begriff Echt-Ketteln gehört. Diese Art der Verarbeitung der Sockennaht ist die kostenintensivste, die es gibt. Denn sie setzt vor allem auf Qualität. Bei keiner anderen Verarbeitung ist die Naht so sauber und dünn. Das maximiert die Haltbarkeit der Naht und den Tragekomfort. Beim Echt-Ketteln werden alle Maschen der letzten offenen Naht (der sogenannten Zehennaht) maschentreu aufgefädelt und miteinander vernäht. Die Arbeit wird zur Hälfte von speziell ausgebildeten Arbeitskräften erledigt.

Rossketteln einfach erklärt

Diese Art des maschinellen Kettelns (auch Blindketteln genannt) basiert auf einem recht einfachen Trick: Die Maschine legt die Ware doppelt zusammen und kettelt dann die gegenüberliegenden Teile. Die Rosso-Maschine hat eine 22er-Teilung, die Einzylindertrickmaschinen ähnelt. Das Endergebnis unterscheidet sich kaum vom Ergebnis beim Echt-Ketteln.

Schritt 5: Formgebung der Socken

Bald haben die Strumpfrohlinge das Ende des Herstellungsprozesses durchlaufen. Doch bevor es so weit ist, erhalten sie ihre Passform. Darum setzen sie Arbeiter und Arbeiterinnen auf Formen, besprühen sie mit heißem Dampf und erweichen sie. Durch dieses Verfahren sind sie so formbar, dass sie ihre Struktur der darunter liegenden Form anpassen. Dadurch sind individuelle Formen der Socken möglich. Anders gestaltet es sich bei Socken mit dem „gewissen etwas“. Du hast bestimmt schon einmal Strümpfe mit lustigen Applikationen, wie künstlichen Nasen, Augen oder Ohren gesehen. Noppen sind bei Kindersocken gefragt. Denn sie verhindern es, dass unsere Kleinsten auf rutschigen Böden stürzen. Solche Strümpfe fertigen Arbeiterinnen manuell.

Schritt 6: Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Nach dem darauffolgenden Trocknen durch ein Heißluftverfahren leitet das Förderband die Strümpfe in die nächste Abteilung, wo Arbeiterinnen sie auspaaren und legen. Zudem unterlaufen sie eine letzte Qualitätsprüfung.

Schritt 7: Jetzt geschieht die Verpackung der Socken in Kartons

Vor dem Versand versehen Versandmitarbeiter die Strümpfe mit Etiketten und heften sie aneinander. Die Ware wird je nach Wunsch entweder einzeln oder in bis zu 10 Paaren gebündelt. Danach wird sie mithilfe von Maschinen oder manuell verpackt, mit der Adresse des Kunden, einer EAN- und einer Artikelnummer bestückt und ins Lager gefahren. Von hier aus passiert der Versand der Socken.

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  • Interessanter Artikel

    Sehr interessanter Artikel. Hätte nicht gedacht, dass die Socken Produktion so aufwändig ist.